JAM is pretty sweet, but doesn’t taste sweet at all. JAM stands for Just A Moment.

Für meinen Fotografiealltag hatte ich da mal eine Idee mit einem Arduino Mikrokontroller, der mir die Arbeit erleichtern könnte bei Multicam-Szenarien. Die ersten Schritte sind gemacht, jetzt wird es verwirklicht. Heute ein Blogeintrag in denglish:

JAM besteht aus mehreren (4-10) dSLR und (1-2) HDV Cams, die alle an einen Controller angeschlossen sind. Dieser JAMtrigger steuert den Fokus und Trigger jeder DSLR cam, die Blitze sowie die LANC Funktion der HDV Cams. Die Cams sind in bestimmten Abständen aufgestellt.. eine HDV Cam wird mit der Hand geführt, dockt dann an das array von dslr cams an, löst einen Taster aus, der mit dem JAMtrigger verbunden ist. Der löst nun die Cams in festgelegten Intervallen aus. Am Ende des dslr-arrays steht wieder eine HDV cam…

Quasi bullettime wie in “Matrix”, aber mit mehr Auflösung, weniger cams, mit Blitzen und komplett digital.

Das ging bisher nur im Format “jeder löst zwei Cams manuell per Hand aus wenn die HDV-Cam an einem Punkt angekommen ist” -> Macht Spaß und funktioniert auch ganz gut für stills, wenn man zu viert mehrere Cams mit bestimmtem delay auslösen will, klappt das aber gar nicht gut!

jam_calculations3-1

JAM milkmaid calculations in the night.” (prints available!!)

JAM calculations

Skizzen für die cam positions. Oben links: Goldentek GC-1602G0 Display, das billigste wo gibt.

Die Cams werden auf eine Siebdruckplatte montiert. Die Löcher für die zöllischen 1/4” UNC Stativschrauben sind in festgelegten Abständen gebohrt. Es gibt mehrere Kurven auf dem Brett, auf denen man die Cams anordnen kann, für einen größeren Radius ist der Graph flacher und die Abstände der Cams größer. Auch eine timefreeze-Kamerafahrt ist somit möglich. Die Abstände werden exponentiell kleiner, ebenso die delays zwischen den Auslösungen der Cams, das ergibt dann einen flüssigen Stop.

Stop wird vom Gefühl her mit Doppel-P geschrieben. Egal.

Zur elektronsichen Seite des JAM-Projekts:

20090625lxm6352__wwwlx-mde__rnd2_webin der Mitte: Arduino Duemilanove, easy-going-ATmega328-Evaluationsboard


Der Controller basiert auf einem Arduino (Einführung auf freeduino.com) mit ner Menge 595 Shiftregistern

als Multiplexer (gibt es die auch mit mehr als 8 Ausgängen?), der serienmässige Arduino Duemilanove hat sonst zu wenig I/O Ports. Da ist ein Pollin 2x16char Billigdisplay dran (wiederum mit Shiftregister 4094, somit 3 anstatt 7 Ports, obwohl schon im 4bit Modus) und ein rotary encoder mit Taster von Reichelt. Memo: den rotary encoder zu entprellen im Interrupt ist gar nicht so einfach, also Foren durchwühlen, aber darum kümmer ich mich später.

Ausserdem sind über 20 Optokoppler im Einsatz, um die Cams und Blitze galvanisch zu trennen (bzw. ein 847X Chip = vier 817X Optokoppler), ein paar LEDs, 7805 zur Spannungsversorgung usw..

Warum kosten die LCDs bei Reichelt eigentlich ein Vermögen? Da wo Pollin bei den LCD Preisen aufhört, fängt Reichelt an.